Region

Wo ist das Stubaital? Naturparadies in Tirol erklärt.

Eine Frage, die Sie sich am Bahnhof Innsbruck spätestens stellen — und die wir hier in fünf Minuten beantworten.

Luftaufnahme vom Stubaital südlich von Innsbruck mit Blick auf den Stubaier Gletscher am Talschluss

Sie stehen am Hauptbahnhof Innsbruck und fragen sich: Wo zum Teufel ist eigentlich das Stubaital? Eine berechtigte Frage. Hier ist die Antwort — in fünf Minuten, ehrlich, ohne Reiseführer-Schaum.

Die kurze Antwort.

Das Stubaital ist eines der sechs großen Seitentäler Tirols. Es liegt südlich von Innsbruck, beginnt etwa 15 Kilometer vor der Stadt und zieht sich rund 35 Kilometer bis zum Stubaier Gletscher hinauf. Hauptort ist Neustift im Stubaital, weiter vorn liegen Fulpmes, Telfes und Mieders.

Auf der Karte: Sie nehmen die Inntalautobahn A12, biegen bei der Ausfahrt Schönberg ab — und sind im Tal. Kein Umweg, kein langes Suchen. Ein klares Tal, eine klare Hauptstraße, beidseitig Berge.

Wie Sie hinkommen.

Drei Wege führen ins Stubaital. Wir beschreiben sie der Reihe nach.

Mit dem Auto

Inntalautobahn A12 bis Ausfahrt Schönberg, dann der Beschilderung Richtung Stubaital folgen. Von München sind es etwa 2,5 Stunden ohne Stau, von Wien 5, von Berlin 8. Im Tal selbst ist die Hauptstraße zweispurig, gut ausgebaut, im Winter geräumt. Zur Schulferien-Zeit kann es an der Mautstation Schönberg stocken — frühe Anreise oder späte Anreise spart Nerven.

Mit der Bahn

Innsbruck Hauptbahnhof ist das Ziel. ICE, Railjet, Eurocity halten alle dort. Von Innsbruck weiter mit dem Stubaitalbus (Linie 590) — fährt im Halbstundentakt, braucht etwa 50 Minuten bis Neustift. Alternativ Sammeltaxi nach Voranmeldung, schneller und direkter. Wer mit Skigepäck reist: Eigenes Auto ist bequemer.

Mit dem Flugzeug

Innsbruck Flughafen ist 30 Minuten entfernt. Direktflüge aus vielen deutschen Städten, aus den Niederlanden, der Schweiz, UK. Mietwagen vor Ort. Wer keinen Direktflug findet: München Flughafen, von dort 2 Stunden mit Auto.

AUF EINEN BLICK

Anreise Auto: München ca. 2,5 h · Wien ca. 5 h · Berlin ca. 8 h

Bahn: Innsbruck Hbf, dann Bus 590 nach Neustift (~50 Min)

Flughafen: Innsbruck (30 Min) oder München (2 h)

Was das Tal ausmacht.

Drei Dinge unterscheiden das Stubaital von anderen Tiroler Tälern, die sich auch alle „Naturparadies“ nennen.

Erstens die Höhe. Die Talsohle liegt zwischen 1.000 und 1.500 Metern. Das ist anders als im Inntal selbst (600 m) oder in den niedrigeren Tälern. Die Sommer bleiben kühl — wer in 30-Grad-München flieht, findet hier abends 18 Grad. Die Winter haben Schnee, der bleibt.

Zweitens der Gletscher. Der Stubaier Gletscher am Talschluss ist eines der größten Gletscherskigebiete Österreichs. Er liegt zwischen 1.700 und 3.200 Metern und ist fast das ganze Jahr befahrbar. Anfang November ist hier verlässlich Saisonbeginn, im Mai liegt oben noch Schnee.

Drittens das Drumherum. Anders als bei reinen Skigebieten ist das Stubaital ein echtes, gewachsenes Tal mit Dörfern, Wirten, Skischulen. Sie schlafen nicht in einer Liftstation, sondern in einem Ort. Der Bäcker liefert. Die Wirte kennen ihre Gäste. Das ist nicht selbstverständlich.

„Whole apartment was made in the wood decor which was nice and warm. Everything is new. Host was very nice and friendly.“ — Bartosz, Booking-Gast 08/2024

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Wann hinfahren?

Vier Saisonen, jede mit eigenem Charakter — wir beschreiben sie nach Reiseanlass.

Sommer (Juni bis September)

Wandern, Radfahren, Familienausflüge. Die Almen sind alle offen, die Lifte fahren, der Höhenweg ist begehbar. Hauptsaison Juli und August — entsprechend voll und teurer. Empfehlung: Mitte Juni oder Mitte September, wenn die Schule noch oder schon wieder läuft.

Herbst (Oktober bis November)

Goldene Lärchen am unteren Tal, oben am Gletscher schon Schnee. Skischulen trainieren ab Mitte Oktober, Touristen sind selten. Eine der ruhigsten Zeiten — und für Wanderer mit der besten Sicht.

Winter (Dezember bis April)

Skifahren am Stubaier Gletscher, Rodeln, Winterwandern, Langlauf. Hochsaison ist Weihnachten, Neujahr und Februar. Empfehlung für entspannte Tage: zweite Januarhälfte oder März.

Frühjahr (April bis Mai)

Skifahren oben, Frühling unten. Die Talsohle blüht, der Gletscher hat noch Schnee. Eine seltene Kombination — und meist zu sehr fairen Preisen.

 

Was Sie sich vorstellen sollten.

Das Stubaital ist nicht Tirol-Klischee. Es ist nicht Sölden mit Discos und Liftketten. Es ist nicht Mayrhofen mit Festival-Mentalität. Es ist ein eher ruhiges, gewachsenes Tal mit klarer Topografie.

  • Ein langgezogenes Tal, beidseitig hohe Berge, am Ende der Gletscher.
  • Vier Hauptorte (Neustift, Fulpmes, Telfes, Mieders), jeder mit eigenem Charakter.
  • Drei Hauptbergbahnen (Stubaier Gletscher, Schlick 2000, Elfer) plus zwei kleinere.
  • Eine Talstraße, ein Bus, ein Skibus — unkomplizierte Logistik.
  • Wanderwege markiert, Hütten bewirtschaftet, Skipässe digital — alles funktioniert wie es soll.

Wer einen Geheimtipp erwartet, der ist es nicht mehr — das Tal ist seit Jahren bekannt. Wer ein gut funktionierendes, freundliches, schneesicheres Bergtal sucht: hier sind Sie richtig.

Wer also fragt: „Wo ist das Stubaital?“, kann sich auf Tiroler Gastfreundschaft, beeindruckende Berglandschaften und ein rundum perfektes Urlaubserlebnis freuen.

Herzlichst Ihre Gasgeber Familie Bender und Gleirscher

Neustift im Stubaital

Drei Häuser. Sechs Wohnungen.

— Häufige Fragen

Was Gäste vor der Buchung fragen.

Vom Innsbrucker Hauptbahnhof bis Neustift sind es etwa 30 Kilometer und 30 Minuten mit dem Auto, mit dem Bus etwa 50 Minuten.

Die Talsohle zwischen 1.000 m (Mieders) und 1.500 m (Neustift). Die Bergspitzen darüber bis 3.500 m (Zuckerhütl).

Müssen Sie nicht. Mit der Stubai Super Card fahren Sie kostenlos durch das ganze Tal — Bus und Lift inklusive.

Ferienwohnung schlägt Hotel — vor allem für Familien. Wir vermieten in Neustift sechs Wohnungen in drei Häusern.

Ja. Wandern, Radfahren, Familienausflüge mit Themenwegen wie dem Wilde-Wasser-Weg. Mehr im Pillar Sommerurlaub im Stubaital.

MB

— Über den Autor

Familie Bender

Vermietet seit 2003 Ferienwohnungen in Neustift im Stubaital.
Wenn er nicht gerade Brötchen liefert, ist er auf dem Höhenweg unterwegs.

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